Wahlprogramme

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Kommunalwahl 2008

Umweltschutz

Ziel 11: Umweltschutz auch als Würzburger Aufgabe

Ausgangslage

Würzburg beschränkt sich in der Umweltpolitik auf die Ausführung von Bundes- und Landesgesetzen. Ein eigener Beitrag oder gar eine eigene Linie z.B. zum globalen Klimawandel ist nicht erkennbar. Ein Konzept zur Nachhaltigkeit ist insgesamt nicht vorhanden. Die Innenstadt ist trotz Sicherheitssatzung nicht sauberer geworden.

Vision

Würzburg leistet durch eine Vielzahl kleiner Projekte seinen eigenen Teil zum Umweltschutz und gleicht Defizite in diesem Bereich aus. Vorangegangen ist, dass moderne Managementsysteme für Umwelt und Qualität in der Kernverwaltung sowie in den großen städtischen Betrieben eingeführt worden sind.

Durch die Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs und den Ausbau des Radwegenetzes wurde die Abgas- und Feinstaubbelastung deutlich reduziert. Bei der Neuanschaffung städtischer Transportmittel wird zunehmend auf die Umweltbelastung geachtet.

Parallel zu den politischen Maßnahmen im Umweltschutz ist das Bewusstsein für ökologische Probleme in der Bevölkerung gestiegen. Das geschaffene Bewusstsein in konkretes, vorbildliches Handeln umzusetzen, obliegt jedoch weiterhin der Verantwortung jedes Einzelnen. Die Sicherheitssatzung ist mittlerweile überflüssig.

Forderungen

Daher fordert die FDP:

  • Die schrittweise Einführung von Ökobilanzen in der Stadtverwaltung und den kommunalen Eigenbetrieben.
  • Die Verbesserung der städtischen Müllentsorgung: Da es aufgrund des technischen Fortschritts mittlerweile effizienter, billiger und umweltfreundlicher ist, Müll maschinell zu trennen, soll in Würzburg eine Tonne für den gesamten Müll, ausgenommen Bio-Müll, eingeführt werden. Hier ist ferner eine Flexibilisierung vonnöten, die ein schnelles Reagieren bei Großveranstaltungen ermöglicht und eine Abfallbelästigung der Bürger vermeidet.
  • Die stärkere Kontrolle auf Einhaltung der verkehrsberuhigten Zonen (insbesondere Geschwindigkeit), vor allem in Wohngebieten und bei Schulen.
  • Einbetonierte und begradigte Bachläufe im Stadtgebiet müssen soweit möglich in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Auch nicht notwendige Bodenversiegelung ist zurückzubauen und neue Bodenversiegelungen strikt auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Bei neuer Verkehrs- und Bauplanung sind bestehende Grünflächen, Baumgruppen, Hecken und bestehende Biotope in die Planung, wenn möglich, zu integrieren.
  • Einsatz umweltfreundlicherer Antriebsstoffe in den Verkehrsmitteln der WSB. So kann durch den Einsatz von Gasfahrzeugen die Feinstaubbelastung deutlich gemindert werden. Insbesondere beim Kauf neuer Fahrzeuge ist der ökologische Aspekt in Zukunft zu berücksichtigen.
  • Die verstärkte Sanierung öffentlicher Gebäude nach energetischen Gesichtspunkten unter Inanspruchnahme der Fördermaßnahmen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
  • Den Einstieg in die Stromgewinnung aus Biomasse durch die Stadtwerke AG.
  • Das Grundwasser und die Würzburger Quellen zu schützen. Hierzu sind in gefährdeten Gebieten besondere Maßnahmen zu ergreifen. So muss im Bereich der Zeller Quellen der Schwerlastverkehr dringend umgeleitet werden, wenn auch die kommenden Würzburger Generationen in der Lage sein sollen, sich mit eigenem Wasser zu versorgen.
  • Die Modernisierung des bestehenden Kanalsystems, um Grundwasserverunreinigung weitestgehend zu vermeiden.
  • Die Stadtverwaltung soll gemeinsam mit der Deutschen Bahn Schallschutzmaßnahmen entlang der innerstädtischen Bahntrassen (z.B. Mainbrücke – Heidingsfeld – Sanderau) realisieren.