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Jochen Pfleger
8. Mai 2015

FDP Würzburg ermöglicht Ausblick auf den „Frühling der Freiheit“

Podiumsdiskussion: Würzburg und Unterfranken als Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2025?

Bericht über die Podiumsdiskussion "Würzburg und Unterfranken als Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2025?" mit Adelheid Zimmermann, Bezirksrätin der FDP in Unterfranken, Marcus Arlt (Stadt Würzburg), Eckhard Mainka (Kunsthistoriker, Mainka Reisen), Farroch Radjeh (FR Catering), Dr Hans Steidle (Stadtheimatpfleger Würzburg) und Norbert Hufgard (TV touring). 

Würzburg und Unterfranken als Kulturhauptstadt Europas im Jahre 2025? Dieser Frage stellten sich  am vergangenen Mittwoch zahlreiche Diskutanten aus Wirtschaft und Kultur in den Greisinghäusern der Stadt Würzburg. Frau Adelheid Zimmermann, Bezirksrätin der FDP Unterfranken und der Kreisverband FDP Würzburg-Stadt  hatten sie zur Podiumsdiskussion geladen.

Bereichert wurde die Debatte durch die Mitwirkung zahlreicher interessierter Bürger aus Würzburg und ganz Unterfranken, die sich diese informative Veranstaltung nicht entgehen ließen.

Nach Begrüßung durch Prof. Dr. Andrew Ullmann, Vorsitzender der FDP Würzburg-Stadt, führte Adelheid Zimmermann ins Thema ein. Sie hatte den „Stein ins Rollen“ gebracht, indem sie im Bezirkstag von Unterfranken einen Antrag zur Bewerbung der Region für den Titel „Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2025“ gestellt hatte.

Zu Beginn ergriff Marcus Arlt, der als Vertreter der Stadt Würzburg gekommen war, das Wort und erläuterte den Prozess, in dem sich die Stadtverwaltung momentan befinde: Jeder findet die Idee sympathisch. Doch es müsse noch viel geprüft und verhandelt werden, bevor eine endgültige Entscheidung über eine etwaige Bewerbung von Würzburg getroffen werden könne. “

Im Anschluss sprach sich Stadtheimatpfleger Dr. Hans Steidle klar für eine solche Bewerbung aus und stellte in einem leidenschaftlichen Kurzvortrag seine Vision für eine europäische Kulturhauptstadt Unterfranken vor. Unter dem Motto „Frühling der Freiheit“ könne im Jahre 2025 seiner Meinung nach nicht nur das 500-jährige „Jubiläum“ der Bauernaufstände begangen werden, sondern auch an die Befreiung Deutschlands von der Herrschaft des Nationalsozialismus vor (dann) 80 Jahren erinnert werden.

Auf Nachfrage von Moderator Norbert Hufgard erläuterte Adelheid Zimmermann die Finanzierungsmöglichkeiten durch neuartige Crowdfunding-Konzepte und Förderungsmittel von Seiten der Europäischen Union.

Schließlich konnte Farroch Radjeh, Experte für Wirtschaftskommunikation, noch auf das Vorbild „Essen und das Ruhrgebiet“ verweisen und mahnte an, mit professioneller zielgerichteter Planung und Werbung die kulturelle Werthaltigkeit von Würzburg und Unterfranken voll zur Geltung kommen zu lassen.

Nachdem die Podiumsdiskutanten ihren Standpunkt zum Projekt „Europäische Kulturhauptstadt“ geäußert hatten, konnten noch die rund 50 Gäste Stellung beziehen, Fragen aufwerfen oder weitere Punkte anmerken.

Ein Gast rief zu einer positive Grundeinstellung auf, man solle nicht über Finanzierungsfragen jammern, sondern sich die positiven Effekte  bewusst machen, die bereits die bloße Bewerbung für Unterfranken mit sich bringen würde.

Jochen Pfleger, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Würzburg-Stadt, stellte die Frage in den Raum, ob den bisher Kultur in Würzburg „richtig gedacht“ werde, ob das bisherige Angebot nicht schon reichhaltig genug sei oder für ein etwaiges europäisches Kulturjahr 2025 noch mehr aufgefahren werden müsse.

Podiumsdiskutant Eckhard Mainka, Experte für Kulturtourismus, entgegnete daraufhin, dass thematische Dauerausstellungen, z.B. zu Tilmann Riemenschneider oder Balthasar Neumann in Würzburg noch nicht so häufig stattfinden wie es wünschenswert wäre, weil gerade solche auswärtige Gäste anziehen würden. Es könne in Unterfranken noch weiter aufgesattelt werden vor allem mit weiteren thematischen Ausstellungen.

Joachim Spatz, FDP-Stadtratsmitglied in Würzburg, verwies darauf, dass für ein Gelingen des Bewerbungsverfahrens zur Europäischen Kulturhauptstadt alle politisch Verantwortlichen an einem Strang ziehen müssten und die in der Vergangenheit oft beschworene stärkere Kooperation der unterfränkischen Gemeinden und Städten Grundvoraussetzung dafür sei.

Prof. Dr. Andrew Ullmann, Vorsitzender der FDP Würzburg-Stadt schloss die Diskussion mit einem treffenden Fazit: „Wir haben heute Abend anhand zahlreicher Beispiele das Potenzial herausgearbeitet, dass in unserer Region steckt. Wir haben auch die Chancen erkannt, die im Projekt Europäische Kulturhauptstadt für Unterfranken und Würzburg liegen. Um zum Ziel zu gelangen, sind aber noch viele Diskussionen nötig und es muss noch viel Arbeit getan werden. Die FDP Würzburg wird diesen Prozess jedoch weiterhin konstruktiv begleiten.“