Neuer Vorstand gewählt
Die Mitglieder der FDP Würzburg haben auf ihrer Kreismitgliederversammlung einen neuen Kreisvorstand gewählt. Nach knapp zwölf Jahren an der Spitze des Kreisverbandes trat Prof. Dr. Andrew Ullmann nicht erneut als Kreisvorsitzender an. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder den 28-jährigen Lucas von Beckedorff, studierter Wirtschaftswissenschaftler und IT-Projektmanager.
In seiner Rede blickte Ullmann auf die Entwicklung der Freien Demokraten zurück. Dabei erinnerte er insbesondere an den schwierigen Weg der FDP zurück in den Deutschen Bundestag und den Bayerischen Landtag. Mit Blick auf die aktuelle Situation der Partei zeigte er sich zugleich zuversichtlich: „Es ist die FDP, die wie keine andere Partei die Stärken der Sozialen Marktwirtschaft für alle Menschen in unserem Land kennt. Mit Optimismus, Empathie sowie einem inhaltlich starken und glaubwürdigen Angebot wird uns auch dieses Comeback gelingen.“
Künftig wird sich Ullmann mit vollem Engagement auf seine Aufgabe als Fraktionsvorsitzender der FDP im Würzburger Stadtrat konzentrieren. Darüber hinaus bleibt er der Partei als stellvertretender Bezirksvorsitzender der FDP Unterfranken erhalten.
Der neu gewählte Kreisvorsitzende Lucas von Beckedorff dankte Ullmann im Namen der Mitglieder für dessen außergewöhnliches Engagement. Über mehr als ein Jahrzehnt habe dieser den Kreisverband auf kommunaler, Bezirks-, Landes- und Bundesebene maßgeblich geprägt und sich zugleich weit über parteipolitische Grenzen hinaus für Würzburg eingesetzt.
In seiner Antrittsrede stellte von Beckedorff die wirtschaftspolitischen Herausforderungen Deutschlands in den Mittelpunkt. Wirtschaftliches Wachstum sei die Voraussetzung dafür, dass Unternehmen dauerhaft gute Arbeitsplätze schaffen und steigende Löhne finanzieren könnten.
„Wer vor der Wahl einen wirtschaftspolitischen Neustart verspricht und nach der Wahl mehr Staat, mehr Schulden und immer neue Belastungen liefert, düpiert uns Bürger und unsere Unternehmen. Wenn die Gewerkschaften nur noch weniger Arbeitszeit bei gleichem Lohnausgleich fordern, die Bundesregierung Unternehmern immer weniger Eigenverantwortung zutraut, ihnen neue Pflichten auferlegt und immer tiefer in die Taschen der Leistungsträger greift, dann läuft in unserem Land etwas gewaltig schief. Deutschland braucht wieder mehr Vertrauen in Leistung, Unternehmertum und die Soziale Marktwirtschaft. Nur eine wachsende Wirtschaft sichert unseren Wohlstand. “
Im Rahmen der Mitgliederversammlung konnten zudem mehrere langjährige Parteimitglieder für ihr Engagement geehrt werden. Unter anderem wurde der langjährige Kreisvorsitzende und Stadtrat Karl Graf für 25 Jahre Mitgliedschaft in der FDP ausgezeichnet.
Als stellvertretenden Kreisvorsitzenden neu in das Präsidium wurden Sabine Dullinger und Tilman von Heygendorff gewählt. Als Stellvertreter bestätigt wurde Dominik Konrad. Christian Knies ist weiterhin Schriftführer, Pascal Häusinger Schatzmeister.
Den Kreisvorstand komplettieren als Beisitzer Ines Hensel, Dr. Astrid Sader-Moritz, Nicole Malsam, Oliver Hartmann, Joachim Spatz, Tobias Dutta, Prof. Dr. Andrew Ullmann, Yannik Mohren und Hannes Keiling.
Mit der Neuwahl des Kreisvorstands setzt die FDP Würzburg auf Kontinuität und Erneuerung zugleich. Der neue Vorstand will die liberale Stimme in Würzburg weiter stärken und sich mit klaren wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Positionen in die kommunalpolitische Debatte einbringen.
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Der neue FDP Kreisvorstand.
v.l.n.r. Joachim Spatz, Prof. Dr. Andrew Ullmann, Christian Knies, Lucas von Beckedorff, Yannik Mohren, Sabine Dullinger, Tobias Dutta, Pascal Häusinger, Tilman von Heygendorff, Oliver Hartmann, Dominik Konrad, Hannes Keiling, Nicole Malsam. Nicht auf dem Bild: Dr. Astrid Sader-Moritz und Ines Hensel.